Informationsveranstaltung zu den Studiengebühren


Sitzung vom 22. Januar 2026

Liebe Eltern,

 

der Schulgemeinschaftsrat (Conseil d’Établissement) des Lycée Français de Vienne (LFV) ist am 22. Januar in einem für das französische Auslandsschulwesen besonders komplexen Kontext zusammengetreten. Wir möchten Ihnen hiermit die getroffenen Entscheidungen sowie die nationalen Rahmenbedingungen, die unsere Schule betreffen, erläutern.

 

- Ein nationaler Kontext, der alle AEFE-Schulen belastet Der französische Staat hat beschlossen, einen erheblichen Teil der Finanzierung der Beamtenpensionen des entsandten Personals (personnels détachés) auf die Schulen zu übertragen. Für das LFV bedeutet dies erhebliche Mehrkosten: 900.000 € im Jahr 2026 und ab 2027 jährlich 1,3 Millionen €.

 

- Die Reaktion des LFV: Abfederung der Erhöhung bei gleichbleibender Qualität Dank einer umsichtigen Haushaltsführung in den letzten Jahren und einer schrittweisen Gebührenanpassung verfügt das LFV heute über Reserven in Höhe von 2,2 Mio. €. Die Schulleitung hat beschlossen, einen Teil davon einzusetzen, um eine abrupte Erhöhung für die Familien zu vermeiden. Ohne den Rückgriff auf diese Reserven hätte die unmittelbare Erhöhung des Schulgeldes bereits 2026 +12,5 % betragen müssen. Die beschlossene Erhöhung konnte für 2026 auf +4,3 % begrenzt werden.

 

- Grundsatz für die Entwicklung der Gebühren (Mehrjahresplan) Die Entwicklung des Schulgeldes folgt einem einfachen Prinzip, um Transparenz und Planbarkeit zu gewährleisten:

  • Tatsächliche lokale Inflation

  • 1 % für Investitionen (Pädagogik und Infrastruktur)

  • 1 % zur schrittweisen Deckung der Kosten für die Beamtenpensionen im Rahmen eines Vierjahresplans

- Schwerpunkte und Forderungen des Elternvereins (APE) Während der Sitzung hat der Elternverein (APE) mehrere wichtige Anliegen vorgebracht:

  • Wiedereinschreibungsgebühren: Der APE forderte eine Reduzierung auf 50 % bei vorübergehender Abwesenheit; die Schulleitung hielt am vollen Satz (900 €) fest und verwies auf den Verwaltungsaufwand sowie den Druck der AEFE.

  • Personalkosten: +26 % zwischen 2022 und 2025 infolge der Inflation. Da die automatische Indexierung nicht mehr garantiert ist, achtet der APE genau auf die Auswirkungen auf das soziale Klima.

  • Ressourcen: 5 Stellen werden für 2026 eingefroren, um zum Haushaltsausgleich beizutragen.

  • Transparenz: Der APE forderte eine genaue Aufschlüsselung der Personalkosten nach Status (lokal/entsandt) und Dienstalter (Beginn/Mitte/Ende der Laufbahn), die im nächsten Schulrat präsentiert werden soll.

  • Schülerzahlen: Das finanzielle Gleichgewicht basiert auf einer Mindestschülerzahl von 1.764; im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Rückgang um 40 Schüler verzeichnet.

- Entscheidung und Ausblick Die Gebührenordnung wurde mit 21 Pro-Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Durch den konstruktiven Dialog konnte eine Planungssicherheit für vier Jahre erreicht werden, um drastische Erhöhungen, wie sie in anderen Schulen des Netzwerks vorkamen, zu vermeiden.

Das vollständige Protokoll der Sitzung des Schulgemeinschaftsrates vom 22. Januar 2026 ist als Anlage beigefügt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre APE-Vertreter im Schulgemeinschaftsrat

Quelle: Protokoll des Schulgemeinschaftsrates vom 22.01.2026 (LFV)

👉🏻 Gebühren 2026-27 auf der Website des LFV